Geschichte

Das Bräustüberl ist das Stammhaus des ehemaligen Brauhaus Garmisch. Daher leitet sich auch der Name Bräustüberl ab, denn dieser Name durfte nur in Zusammenhang mit einer Brauerei verwendet werden.

Das ehemalige Brauhaus Garmisch wurde im Jahr 1663 unter Bischof Herzog Albrecht Sigismund von Freising gegründet. Er nannte das Brauhaus „Hochfürstliches Brauhaus Garmisch“, es wurde eine Stätte altbayerischer Braukunst.
Die heutigen Gasträume wurden als "Brauerstüberl", also als Aufenthaltsraum für die "Brauburschen" verwendet. Im Laufe der Zeit hat sich das Bräustüberl dann aber zu einer öffentlichen Gaststätte gewandelt.

Das Wappen des ehemaligen Brauhaus Garmisch, welches bei der Gründung durch den Hochstift Freising verliehen wurde, kann man an der Außenfassade im rechten unteren Bereich sehen. Der Mohrenkopf im Wappen ist das ehemalige Wappen des Hochstift Freising, die übrigen Bereiche stellen andere herzogliche Ämter dar.

Eine Lüftl-Malerei von Heinrich Bickel im Restaurant zeigt folgende Szene:

Der Pfleger Martin Rosenbusch und der Brauereiverwalter Mieleuther überreichen dem Freisinger Fürstbischof Albert Sigismund den ersten Humpen Bier aus der von ihm gegründeten Brauerei zum "Kredenzen".

Im Jahr 1892 wurde die Brauerei dann umbenannt in "Werdenfelser Brauerei Georg Reiser & Co".

Im Jahr 1908 übernimmt der 1866 geborene Wolfgang Röhrl die hochfürstliche Brauerei und macht Sie über die Grenzen von Garmisch-Partenkirchen hinaus bekannt.
1920 nimmt Wolfgang Röhrl seine beiden Söhne Gustav und Willi mit ins Geschäft.
Die Portraitbilder von Ihnen hängen immer noch über dem Stammtisch im Bierstüberl.

1956 erhielt die Brauerei ihren letzten Namen: "Brauhaus Garmisch".
Leider mußte die Brauerei in den 1970er Jahren dann aufgrund Unstimmigkeiten in der Familie geschlossen werden.